Chakapuli: Georgischer Lamm-Eintopf mit Kräutern für Ostern

Chakapuli Eintopf
Aromatischer georgischer Lamm-Eintopf mit Estragon, saurer Pflaume und frischen Kräutern – ideal für Ostern.
Chakapuli ist ein Frühlingsschatz aus Georgien: zartes Lamm, das in einer säuerlichen Pflaumensauce schmort und zum Schluss unter einer großzügigen Ladung frischer Kräuter verschwindet. Für Ostern liebe ich, wie der helle Estragon, Koriander und die Petersilie diesem üppigen Eintopf einen feierlichen, kräuterigen Frischekick geben – tröstlich und festlich zugleich.
Diese Version bleibt für den Hauskoch gut machbar – das Lamm wird angebraten, mit einem Schuss Weißwein abgelöscht, Tkemali oder saure Pflaumen aus dem Glas können frische ersetzen, und dann langsam geschmort, bis alles zu einem aromatischen, kräuterbetonten Eintopf verschmilzt. Serviere dazu Salzkartoffeln, kräftiges Brot und für ein richtig georgisches Oster-Buffet ein paar hartgekochte Eier.
Nährwerte (pro Portion)
Anleitung
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1
Die Lammstücke mit Küchenpapier trocken tupfen und gleichmäßig mit 1 TL Salz und 1/2 TL schwarzem Pfeffer würzen.
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2
In einem großen schweren Topf oder Bräter Olivenöl und Butter bei mittelhoher Hitze erhitzen. Das Lamm portionsweise rundum jeweils 3–4 Minuten anbraten, bis die Stücke gut karamellisiert sind. Die gebräunten Stücke auf einen Teller geben.
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3
Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und die geschnittene Zwiebel in den Topf geben. Etwa 6–8 Minuten weich dünsten, bis die Zwiebeln anfangen zu karamellisieren. Die Hälfte des gehackten Knoblauchs dazugeben und 1 Minute mitbraten.
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4
Den Topf mit dem Weißwein ablöschen und die Bratrückstände vom Boden lösen. Den Wein auf etwa die Hälfte einkochen lassen, das dauert ca. 3 Minuten.
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5
Das angebratene Lamm zurück in den Topf geben. Brühe, Tkemali (oder Pflaumenpüree), Tomatenmark, Lorbeerblätter, den restlichen Knoblauch, 1 TL Zucker sowie die restlichen 1 TL Salz und 1/2 TL Pfeffer hinzufügen. Alles gut umrühren.
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6
Auf niedrige Hitze bringen, die Temperatur reduzieren, den Topf halb bedeckt lassen und das Chakapuli schmoren, bis das Lamm zart ist und fast auseinanderfällt – etwa 1¼ bis 1½ Stunden. Gelegentlich umrühren und überschüssiges Fett abschöpfen.
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7
Etwa 15 Minuten vor Ende der Garzeit die Frühlingszwiebeln und die Chiliflocken (falls verwendet) unterrühren. Falls der Eintopf zu dick wird, mit einem Schuss Brühe oder Wasser verdünnen.
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8
Wenn das Lamm zart ist, die Hitze ausschalten und die gehackten Kräuter (Estragon, Koriander, Petersilie und optional Dill) unterheben. Den Zitronensaft hinzufügen und die Sauce abschmecken – bei Bedarf mehr Salz, Pfeffer oder eine Prise Zucker zum Ausbalancieren der Säure.
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9
Den Topf zurück auf sehr niedrige Hitze stellen und 5–10 Minuten stehen lassen, damit die Kräuter leicht zusammenfallen und sich die Aromen verbinden. Nicht aufkochen, damit die Kräuter frisch bleiben.
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10
Die Lorbeerblätter entfernen. Das Chakapuli vor dem Servieren 10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen setzen.
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11
Heiß servieren – traditionell mit Salzkartoffeln, gedämpftem Reis oder kräftigem Brot. Für einen österlichen Akzent mit hartgekochten Eiern und einem knackigen grünen Salat anrichten.
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12
Reste schmecken am nächsten Tag noch besser; vorsichtig bei niedriger Hitze wieder erwärmen und bei Bedarf mit einem Schuss Brühe lockern.
Zutaten
- Lamm-Schulter (mit Knochen), in Stücken:1,36 kg
- Salz:2 TL
- Schwarzer Pfeffer:1 TL
- Olivenöl:2 EL
- Ungesalzene Butter:1 EL
- Gelbe Zwiebel, dünn geschnitten:1 Stück
- Knoblauchzehen, fein gehackt:6 Stück
- Trockener Weißwein:250 ml
- Rinder- oder Lammbrühe:500 ml
- Tkemali (saure Pflaumensauce) oder pürierte saure Pflaumen:250 ml
- Tomatenmark:1 EL
- Lorbeerblätter:2 Stück
- Frischer Estragon, gehackt (locker gepackt):30 g
- Frischer Koriander, gehackt (locker gepackt):30 g
- Frische Petersilie, gehackt (locker gepackt):30 g
- Frischer Dill, gehackt (optional):15 g
- Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten:4 Stück
- Frischer Zitronensaft:2 EL
- Zucker (fein):1 TL
- Chiliflocken, zerstoßen (optional):1/4 TL
Tipps & Hinweise
- Wenn Sie kein Tkemali finden, können Sie saure Kirschenkonfitüre oder ein Püree aus frischen, leicht säuerlichen Pflaumen mit 1–2 EL Zitronensaft verwenden.
- Die frischen Kräuter erst am Ende zugeben, damit sie schön leuchtend bleiben – Chakapuli soll frisch und grün schmecken, nicht verkocht.
- Gut vorzubereiten: Der Eintopf lässt sich am Vortag kochen und langsam aufwärmen; die Aromen vertiefen sich über Nacht.
- Dazu passen hartgekochte Eier und neue Kartoffeln; ein trockener Riesling oder ein georgischer Weißwein harmoniert hervorragend mit der säuerlich-krautigen Sauce.




