Rustikaler georgischer Kohl mit Walnusssoße & Kräutern
Walnuss Kohl
Das ist ein warmes, bodenständiges georgisches Gericht, das zwei einfache Zutaten feiert – Kohl und Walnüsse – und sie in etwas Seelevolles und Frisches verwandelt. Eine samtige Walnusssoße (inspiriert von pkhali/bazhe) umhüllt zarten, geschmorten Kohl; Zitrone, Knoblauch und frische Kräuter heben die nussige Fülle und geben dem Ganzen einen lebendigen Kick.
Serviere es warm als rustikale Beilage zu Grillfleisch oder Fisch, oder nimm es bei Zimmertemperatur mit zu einer gemeinsamen Mahlzeit – die Aromen gewinnen beim Ruhen sogar noch etwas. Der Kontrast aus weichem Kohl, knusprigen, gerösteten Walnüssen und den leuchtenden Granatapfelkernen macht jeden Bissen spannend und herrlich georgisch.
Zutaten
- 450 g Weißkohl, fein geschnitten
- 100 g Walnüsse, geröstet und fein gehackt
- 3 EL Olivenöl
- 2 Stück Knoblauchzehen, geschält
- 2 EL Brotbrösel (oder 1 Scheibe weiches Brot)
- 2 EL Zitronensaft
- 1 EL Weißweinessig
- 1 TL Paprika (edelsüß)
- 1 TL Gemahlener Koriander
- 0.5 TL Chiliflocken
- 3 EL Warmes Wasser (zum Verdünnen)
- 1 TL Salz
- 0.5 TL Pfeffer, frisch gemahlen
- 15 g Koriander (frisch), gehackt
- 15 g Petersilie (frisch), gehackt
- 40 g Granatapfelkerne (optional)
- 1 EL Walnussöl (optional, zum Beträufeln)
Anleitung
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Die Walnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter Rühren rösten, bis sie duften und leicht gebräunt sind (ca. 3–5 Minuten). Kurz abkühlen lassen.
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In einer Küchenmaschine die gerösteten Walnüsse mit Knoblauch, Brotbröseln, Zitronensaft, Weißweinessig, Paprika, gemahlenem Koriander, Chiliflocken, Salz und Pfeffer geben. Pulsieren, bis eine grobe Paste entsteht.
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Die Maschine laufen lassen und 2 EL Olivenöl einfließen lassen. Nach Bedarf esslöffelweise warmes Wasser dazugeben, bis eine streichfähige, cremige Soße entsteht (dick, aber löffelbar). Abschmecken und, falls nötig, mit Salz, Zitrone oder Gewürzen korrigieren.
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In einer großen Pfanne 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen. Den geschnittenen Kohl mit einer Prise Salz zugeben und unter gelegentlichem Rühren schmoren, bis er weich ist und an den Rändern leicht Farbe annimmt (ca. 10–15 Minuten).
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Die Pfanne vom Herd nehmen und, solange der Kohl noch warm ist, die meiste Walnusssoße unterheben (2 EL zum Garnieren zurückhalten), bis der Kohl gleichmäßig überzogen ist. Koriander und Petersilie unterrühren.
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Auf eine Servierplatte geben, optional mit Walnussöl beträufeln, die zurückgehaltenen gehackten Walnüsse und Granatapfelkerne darüberstreuen und bei Bedarf mit einem zusätzlichen Spritzer Zitrone abschließen.
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Warm oder bei Raumtemperatur als Beilage oder leichte Hauptspeise servieren – das Gericht hält sich gut und die Aromen vertiefen sich nach kurzem Ruhen.
Tips & Notes
- Wenn du keine Küchenmaschine hast: Walnüsse sehr fein hacken und mit Knoblauch, Brotbröseln und Zitrone in einer Schüssel mit einem stabilen Löffel zerdrücken, bis eine grobe Paste entsteht.
- Die Walnusssoße lässt sich gut vorbereiten und im Kühlschrank mehrere Tage aufbewahren; sie passt auch hervorragend zu geröstetem Gemüse oder gegrilltem Fleisch.
- Mit warmem Wasser die Konsistenz der Soße anpassen – dicker für Aufstrich, dünner, wenn sie den Kohl eher wie ein Dressing umhüllen soll.
