Langsam geschmortes Chuck-Roast-Ragù mit Pappardelle

Veröffentlicht: 28. Februar 2026
Mattoo RossiMattoo Rossi
Kategorien: Italienisch, Pasta, Rindfleisch
Tags: Italienisch, Comfort Food, Abendessen, Pasta, Rind, Geschmort

Chuck Ragù

Würziges, langsam geschmortes Chuck-Ragù mit Pappardelle – ein herzhaftes, unkompliziertes Abendessen.

Vorbereitungszeit:25 Min.Kochzeit:150 Min.Gesamtzeit:175 Min.Portionen:4Schwierigkeit:Mittel

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien:780 kcal
Eiweiß:46 g
Kohlenhydrate:65 g
Fett:38 g

Das ist so ein Ragù, das die Küche mit Wärme füllt und das ganze Haus langsamer werden lässt – große, unkomplizierte Aromen auf Basis von Chuck-Roast, der langsam geschmort wird, bis er in einer glänzenden Tomatensoße zerfällt. Die Sauce ist fruchtig durch Dosentomaten und Rotwein, getragen von Knoblauch, Möhre und Sellerie; mit breiten Pappardelle vermischt wird daraus ein feierliches Abendessen, das ohne Aufwand besonders schmeckt.

Ich liebe dieses Rezept wegen der fröhlichen, ein bisschen albernen Geborgenheit, die es bringt – nenn es ruhig eine kleine 'Chuck-Chuck'-Feier –, denn aus dem einfachen Stück Rind wird zartes, würziges Gold. Koche einen Topf am Sonntag: die Reste werden nur besser; vor dem Servieren etwas Butter und Parmesan unterrühren und du verstehst, warum geschmortes Rind und breite Pasta alte Freunde sind.

Zutaten

  • Pappardelle:340 g
  • Rinderschulter (Chuck Roast), pariert und in 2–3 cm Würfel geschnitten:900 g
  • Olivenöl:2 EL
  • gelbe Zwiebel, fein gehackt:1 Stück
  • Möhre, fein gewürfelt:1 Stück
  • Stangensellerie, fein gewürfelt:2 Stangen
  • Knoblauchzehen, fein gehackt:4 Zehen
  • Tomatenmark:2 EL
  • geschälte, zerdrückte Tomaten (aus der Dose):410 g
  • trockener Rotwein:240 ml
  • Rinderfond:240 ml
  • Lorbeerblatt:1 Stück
  • Rosmarinzweig (frisch):1 Zweig
  • Thymianzweige (frisch):3 Zweige
  • Salz:1,5 TL
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen:1 TL
  • Zucker (optional, zum Ausgleichen):1 TL
  • ungesalzene Butter:2 EL
  • Petersilie, frisch gehackt:2 EL
  • frisch geriebener Parmesan:50 g

Anleitung

  1. Würze die Rindwürfel großzügig mit Salz und Pfeffer. Erhitze 1 EL Olivenöl in einem schweren Bräter bei mittelhoher Hitze.

    Gewuerzte Rindfleischwuerfel neben einem heissen Braeter
  2. In Chargen arbeiten: Die Rindwürfel portionsweise rundherum kräftig anbraten, bis sie tief gebräunt sind, pro Charge etwa 4 Minuten. Gebräunte Stücke auf einen Teller legen und mit den restlichen Würfeln ebenso verfahren, bei Bedarf Öl nachgeben.

    Rindfleischwuerfel roesten in einem schweren Braeter
  3. Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Restliches Olivenöl sowie Zwiebel, Möhre und Sellerie in den Topf geben und etwa 6 Minuten weich dünsten. Knoblauch und Tomatenmark zugeben und 1–2 Minuten mitschwitzen, bis es duftet.

    Suppengemuese und Tomatenmark garen im Braeter
  4. Das Fleisch zurück in den Topf geben. Mit dem Rotwein ablöschen, dabei die Röststoffe vom Topfboden lösen, und 3–4 Minuten leicht einkochen lassen.

    Rotwein loest Roeststoffe von gebraeuntem Rindfleisch
  5. Zerdrückte Tomaten, Rinderfond, Lorbeerblatt, Rosmarin, Thymian, Zucker sowie eine weitere Prise Salz und Pfeffer hinzufügen. Alles auf einen sanften Siedepunkt bringen.

    Rinderragu koechelt mit Tomaten und frischen Kraeutern
  6. Den Topf zudecken und das Ragù bei schwacher Hitze auf dem Herd schmoren lassen (oder im Backofen bei 165 °C) bis das Fleisch sehr zart ist, ca. 2–2½ Stunden.

    Zugedeckter Braeter schmort Rinderragu langsam
  7. Wenn das Fleisch zart ist, Lorbeerblatt und Kräuterstiele entfernen. Das Fleisch mit zwei Gabeln grob zerpflücken oder in rustikale Stücke brechen und unter die Sauce rühren. Abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.

    Zart geschmortes Rind wird ins Tomatenragu gezupft
  8. Inzwischen Pappardelle in einem großen Topf mit reichlich kochendem, gesalzenem Wasser garen, bis sie knapp al dente sind. 120 ml Nudelwasser zurückbehalten und die Pasta abgießen.

    Pappardelle-Baender kochen in Salzwasser
  9. Butter und die Hälfte des Parmesans in das Ragù rühren, dann die abgetropften Pappardelle untermengen. Nach und nach etwas vom zurückbehaltenen Nudelwasser zugeben, bis die Sauce die Nudeln schön umhüllt.

    Pappardelle mit Rinderragu und Parmesan vermengt
  10. Sofort anrichten und mit dem restlichen Parmesan sowie der gehackten Petersilie bestreuen. Heiß servieren.

    Fertige Pappardelle mit Rinderragu, Parmesan und Petersilie

Tipps & Hinweise

  • Das Fleisch gut anbraten – die karamellisierten Röststoffe (Fond) sind das geschmackliche Rückgrat des Ragù.
  • Einen Tag vorher zubereiten: Über Nacht ziehen die Aromen noch intensiver. Beim Erwärmen auf dem Herd vorsichtig und bei niedriger Temperatur arbeiten, damit das Fleisch saftig bleibt.
  • Für eine noch weniger aufwendige Variante im Ofen schmoren: 300 °F entsprechen etwa 150–165 °C; 3 Stunden bei 160–165 °C ergeben ebenfalls zarte Ergebnisse.
  • Bewahre etwas Nudelwasser auf, um die Konsistenz der Sauce zu regulieren – stärkehaltiges Wasser lässt die Sauce besser an den Pappardelle haften.