Biergeschmorte Schweinshaxe mit Sauerkraut und Knödel

Haxe mit Knödel
Knusprig gebratene, biergeschmorte Schweinshaxe mit säuerlichem Sauerkraut und fluffigen Knödeln.
Das ist so ein Festessen, das sich wie eine warme Umarmung anfühlt: eine Schweinshaxe, die langsam in Bier und Gewürzen geschmort wird, bis das Fleisch zerfällt, und zum Schluss kurz sehr heiß gebacken wird, damit die Haut wunderbar knusprig wird. Ich mache das gern, wenn Gäste kommen – eindrucksvoll, herzhaft und ohne Kompromisse im Geschmack.
Serviert wird die Haxe mit säuerlichem Sauerkraut und weichen Knödeln, die die Schmorflüssigkeit aufsaugen. Die Technik ist simpel: anbraten, langsam schmoren und am Ende scharf backen. Das Ergebnis ist außen knusprig, innen zart und die Sauce macht alle schnell nach einem Nachschlag greifen.
Nährwerte (pro Portion)
Anleitung
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1
Die Haxe trocken tupfen und die Schwarte mit einem sehr scharfen Messer rautenförmig einschneiden (nicht zu tief ins Fleisch schneiden). Rundum mit 1½ TL Salz, Pfeffer und Kümmel einreiben; bei Raumtemperatur stehen lassen, während Sie die übrigen Zutaten vorbereiten.
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2
Den Backofen auf 165 °C vorheizen. Öl in einem großen Bräter bei mittelhoher Hitze erhitzen. Die Haxe rundum kräftig anbraten, bis sie tief gebräunt ist, insgesamt etwa 8–10 Minuten. Haxe auf einen Teller legen.
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3
Hitze auf mittlere Stufe reduzieren, Zwiebel und Knoblauch in den Bräter geben und weich dünsten, etwa 5 Minuten. Den braunen Zucker einstreuen und 1 Minute mitrösten.
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4
Das Bier angießen und den Bratensatz vom Boden lösen. Hühnerbrühe, Lorbeerblätter und die Haxe wieder in den Topf geben. Kurz aufköcheln lassen, abdecken und in den Ofen setzen.
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5
Im Ofen etwa 2 Stunden schmoren, einmal oder zweimal mit der Flüssigkeit übergießen, bis das Fleisch sehr zart ist und sich leicht vom Knochen löst. Für die letzten 30 Minuten das abgetropfte Sauerkraut und die Apfelscheiben (falls verwendet) in den Bräter geben, damit sich die Aromen verbinden.
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6
Wenn das Fleisch zart ist, die Haxe auf ein Backblech legen und den Ofen auf 220 °C erhöhen. Etwas Schmorflüssigkeit über die Schwarte schöpfen und die Haxe 25–35 Minuten weiterbacken, bis die Schwarte aufbläht und knusprig wird – dabei genau beobachten, damit sie nicht verbrennt.
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7
Während die Haxe im Ofen knusprig wird, die Knödel zubereiten: Mehl, Backpulver und 1 TL Salz in einer Schüssel verquirlen. In einer anderen Schüssel Ei, Milch und geschmolzene Butter verquirlen. Die nassen Zutaten kurz unter die trockenen rühren, bis gerade so ein Teig entsteht; nicht übermixen.
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8
Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum leichten Simmern bringen. Mit zwei Löffeln portionsweise Teigkleckse (je ca. 2 EL) ins Wasser geben; in Chargen 8–10 Minuten ziehen lassen, bis die Knödel aufquellen und oben schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und warm halten.
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9
Das Sauerkraut im Schmorbräter mit einem Stück Butter kurz erwärmen und abschmecken. Überschüssiges Fett vom Bräterrand abschöpfen, falls nötig. Die Haxe vor dem Zerteilen 10 Minuten ruhen lassen.
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10
Zum Servieren Fleisch vom Knochen lösen oder in Scheiben schneiden, mit Sauerkraut und Knödeln anrichten, etwas Schmorjus darüber geben und mit gehackter Petersilie bestreuen.
Zutaten
- Schweinshaxe (Haxe):1.6 kg
- Koscheres Salz:2 TL
- Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen:1 TL
- Kümmelsamen (ganz):1 TL
- Pflanzenöl:2 EL
- Gelbe Zwiebel, in Scheiben:1 Stück
- Knoblauchzehen, angedrückt:4 Zehen
- Lagerbier (trocken):340 ml
- Hühnerbrühe (oder Wasser):500 ml
- Lorbeerblätter:2 Stück
- Brauner Zucker:1 EL
- Sauerkraut, abgetropft:700 g
- Apfel, geschält und dünn geschnitten (optional):1 Stück
- Butter:2 EL
- Petersilie, frisch gehackt:2 EL
- Weizenmehl (Type 405):250 g
- Backpulver:1.5 TL
- Salz (für Knödel):1 TL
- Ei (für Knödel):1 Stück
- Milch (für Knödel):250 ml
- Butter, geschmolzen (für Knödel):2 EL
Tipps & Hinweise
- Die Schwarte ganz trocken schneiden und nur die oberste Fettschicht leicht einschneiden – so bekommt die Kruste die beste Chance richtig zu pellen und knusprig zu werden.
- Für eine leicht rauchige Note kann man das Bier zur Hälfte durch einen rauchigen Porter ersetzen.
- Das Gericht lässt sich gut einen Tag vorher schmoren; vor dem finalen Röstschritt überschüssiges Fett abkühlen lassen und entfernen, dann vor dem Knuspern nochmals kurz mit Flüssigkeit bestreichen.